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Das Radsportparadies Mallorca

Satellitenbild von Mallorca

Im Frühjahr und Herbst ist das Klima auf Mallorca zum Radfahren optimal. Die Tempera-turen sind vorfrüh-lingshaft angenehm bis früh- oder spät-sommerlich warm. In aller Regel ist es nicht zu kalt und nicht zu heiß. Im Winterhalbjahr, also von Herbstanfang im September bis zum Frühlings-beginn im März, sind die Tage länger als bei uns zu Hause; es ist täglich bis zu zwei Stunden länger hell.

Windräder bei CamposVor allem regnet es aber erheblich weniger als im nördlichen Euro-pa; dies gilt be-sonders für den südlichen und südöstlichen Teil der Insel (Foto: Windräder bei Campos). Wie auch noch an anderer Stelle erklärt wird, ist das Tramuntana-Gebirge im Nordwesten der Insel dafür verantwortlich. Es steht den aus dieser Himmelsrichtung anströmenden, manchmal feuchten Luftmassen im Weg. Die Luft muss aufsteigen, kühlt sich dabei ab und verliert ihre Feuch-tigkeit in Form von Regen in den Bergregionen. Wenn man also morgens aus dem Fenster schaut und über den Bergen dunkle Wolken ausmacht, richtet man seine Tagestour am besten in südöstlicher Richtung aus.

Die Ostküste von MallorcaMallorca bietet eine sehr schöne, viel-fältige, abwechs-lungsreiche Land-schaft mit flachen, welligen, hügeli-gen, bergigen und sogar alpinen Regi-onen. Wenn Sie die Tourenbeschreibun-gen der verschie-denen Gebiete auf Mallorca lesen, erst recht, wenn Sie die Strecken selbst auf zwei Rädern "erfah-ren", werden Sie bestätigen, dass die Insel auf weniger als 4000 km² - das entspricht etwa der Größe des Regierungsbezirks Köln - eine Landschaftsvielfalt bietet, für die man sonst Tausende Kilometer auf der Welt reisen müsste. Je nach per-sönlicher Neigung oder auch Tagesform können Sie also bequeme, anstrengende oder herausfordernde Strecken "unter die Räder nehmen".

Fischer im Hafen von Port d'AndratxMallorca ist von vie-len Flughäfen in Deutschland und den Nachbarländern regelmäßig, bequem und meistens auch preisgünstig in zwei Flugstunden zu er-reichen. Die Mitnah-me von Fahrrädern ist für die meisten Fluggesellschaften (gegen zusätzliche Gebühr) selbstver-ständlich. Viele Ho-teliers, vorwiegend im Süden an der Platja de Palma und im Norden um Alcúdia und Ca’n Picafort, haben sich besonders auf Radtouristen eingestellt. Sie bieten neben dem üblichen Komfort Fitnesseinrichtungen, sportgerechte Verpflegung und insbeson-dere abschließbare Räume für mitgebrachte Räder, teilweise sogar mit dem erforderlichen Werkzeug ausgerüstete Werkstätten.

Innenhof einer Stadtvilla in PalmaDie Radinfrastruktur ist beinahe ideal. Es gibt sehr viele ver-kehrsarme, gut aus-gebaute Nebenstra-ßen in hervorragen-dem Zustand. Wenn die Streckenführung geschickt ausge-wählt wird, ist das Befahren von stär-ker frequentierten Hauptverkehrsstra-ßen nur auf kürze-ren Abschnitten erforderlich.

Sa Ràpita im Südosten von MallorcaHundert Rundfahr-ten mit Start und Ziel an der Platja de Palma, mit 50 bis 200 km Strecken-länge, wobei 200 bis über 2000 Höhen-meter zu überwin-den sind, vorwie-gend in der südli-chen Hälfte von Mallorca, wurden von mir ausgearbei-tet und in Form von Tabellen und Dia-grammen mit Orts-, Entfernungs- und Höhenangaben dargestellt. Davon sind 18 für die jeweilige Region cha-rakteristische Diagramme auf den vorigen Seiten abgebildet. Außer für die sehr langen Fahrten auf der Nord-Süd-Achse der Insel wurde für die Darstellungen bewusst immer der gleiche Maßstab gewählt, damit die Unterschiede der Touren hinsichtlich ihrer Entfernungen und Höhen auf einen Blick deutlich werden.

Sa Sorda im Südosten der InselAls Ausgangspunkt aller Runden wurde die Platja de Palma ausgewählt, weil es dort besonders vie-le, für Radsporttou-risten bestens ge-eignete, ganzjährig geöffnete Hotels gibt, der Grad der Wettersicherheit sehr hoch ist und weil die Transferzeit vom Flughafen mit nur 15 bis 30 Minu-ten besonders kurz ausfällt.

Alter Brunnen mit Wasserschöpfeinrichtung (Noria) bei Port d'AndratxEs gibt inzwischen eine ganze Reihe professioneller An-bieter von Radsport-ferien auf Mallorca. Eine Pauschalreise hat gegenüber indi-vidueller Anreise durchaus Vorteile. In der Regel wird umfassende, ver-sierte Betreuung durch fachkundige Mechaniker, Mas-seure und Radgrup-penleiter geboten. Ferner kann man bei den Anbietern Sport- und Rennräder der gehobenen Mittelklasse mieten und auf diese Weise seine Radsportreise bequemer gestalten. Im Übrigen wird man das Gemeinschaftserlebnis unter Gleichgesinnten in Radsport-gruppen angenehm empfinden.

Sant Elm im äußersten Südwesten von MallorcaFast alle europä-ischen Profi- und Elitemannschaften und auch ambiti-onierte Amateure und Triathleten kommen regelmäßig jedes Jahr im Früh-jahr nach Mallorca, um ihre Grundla-gen- und Kraftaus-dauer für die be-vorstehende Renn-saison zu trainieren und zu verbessern. Die Chefs der Mannschaften wis-sen genau, dass dies nirgendwo auf der Welt unter vergleichbar günstigen Bedingungen zu bewerkstelligen ist.

Ungefähr 2000 Jahre alte Römerbrücke in PollençaSie sehen, Mallor-ca ist zu Recht zum "Mekka" aller Radsportler gewor-den, und es gibt viele gute Gründe für das Radfahren auf der Insel. Sie sollten es Tausen-den immer wieder-kehrenden Rad-sportlern nach-machen und sich selbst davon überzeugen. 

 
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